Squash ist Intensität pur. In einem kompakten Court jagen zwei Spieler einem kleinen Gummiball hinterher, der mit über 250 km/h fliegen kann. Die Kombination aus explosiver Athletik, taktischer Tiefe und dem einzigartigen Spielfeld macht Squash zu einem der anspruchsvollsten und faszinierendsten Racketsportarten überhaupt.
Das Spiel entstand in den 1830er Jahren in England, als Schüler des Harrow-Internats begannen, in einem umbauten Hof Racketball zu spielen. Der Name ‚Squash' kommt vom weichen, ‚squashigen' Ball, der im Gegensatz zum harten Racketball-Ball verwendet wurde. Von den britischen Eliteschulen verbreitete sich der Sport weltweit – heute spielen Millionen Menschen in über 150 Ländern Squash.
Das Besondere am Squash ist das Spielfeld: Ein geschlossener Raum, in dem alle vier Wände plus Boden Teil des Spiels sind. Der Ball darf nach dem Schlag die Vorderwand berühren und von Seitenwänden oder Rückwand abprallen, bevor er aufkommt. Diese dreidimensionale Spielfläche eröffnet taktische Möglichkeiten, die es in anderen Racketsportarten nicht gibt. Du kannst den Ball direkt spielen, über Bande, mit Winkel – die Varianten sind nahezu unbegrenzt.
Die körperlichen Anforderungen sind extrem. Eine Stunde Squash verbrennt mehr Kalorien als fast jede andere Sportart. Die schnellen Sprints, abrupten Richtungswechsel und explosiven Schläge fordern das Herz-Kreislauf-System maximal. Gleichzeitig erfordert Squash Präzision, Ballgefühl und taktisches Denken unter höchstem Zeitdruck. Diese Kombination aus körperlicher und mentaler Beanspruchung macht Squash zum perfekten Fitnesstraining.
Der Einstieg ist überraschend zugänglich. Die Grundregeln sind einfach, der Ball bleibt in einem umschlossenen Raum (kein Hinterherlaufen wie beim Tennis), und auch Anfänger können sofort Ballwechsel spielen. Die Tiefe des Spiels erschließt sich mit der Zeit – je besser du wirst, desto mehr Schichten offenbart Squash. Viele beschreiben es als ‚physisches Schach', das süchtig macht.



