Ein Mann sitzt vor seinem Laptop ermüdet an einem Tisch. Auf dem Tisch steht noch sein blauer Becher, eine Blaue Arbeitsmappe, eine kleine Tischpflanze und ein Wecker

Hämoglobin-Anämie

Miriam Weihermüller

In der Medizin ist das Hauptmerkmal einer Hämoglobin-Anämie eine verminderte Hämoglobin-Konzentration. Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff ist der wichtigste Teil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Der Sauerstoff in der Lunge kann an bestimmte Regionen des Hämoglobins andocken und wird so durch den gesamten Körper zu den Zellen geleitet. Im Austausch wird dann vom Hämoglobin das Stoffwechselprodukt Kohlendioxid (CO2) aufgenommen und zurück zur Lunge transportiert, wo es aus dem Körper abgeatmet wird.

Bei einer Blutarmut ist zu wenig Hämoglobin im Organismus vorhanden, sodass die Körperzellen auch nicht in ausreichendem Maß mit wertvollem Sauerstoff versorgt werden können.

 

   

Die verschiedenen Arten einer Hämoglobin-Anämie

Ärztinnen und Ärzte differenzieren mehrere Arten von Anämien, die sich abhängig von ihrer Form und dem mikroskopischen Erscheinungsbild der Erythrozyten voneinander unterscheiden.

Darüber hinaus spielt auch eine Rolle, wie viel Hämoglobin die roten Blutkörperchen enthalten.

  • Mikrozytäre, hypochrome Anämie

In einem solchen Fall sind die roten Blutkörperchen zu klein und enthalten auch zu geringe Hämoglobinmengen. Ein klassisches Beispiel für diese Anämie-Form ist die Eisenmangelanämie.

  • Makrozytäre, hyperchrome Anämie

Die roten Blutkörperchen sind hier zu groß und enthalten zu viel Hämoglobin. Sie sind zwar in der Lage, ausreichend Sauerstoff zu transportieren, doch sie werden in der Milz zu frühzeitig abgebaut. Zu dieser Form der Blutarmut kann es bei einem Vitamin-B12-Mangel oder einem Folsäuremangel kommen.

  • Normozytäre, normochrome Anämie

Diese Form wird durch einen massiven Blutverlust hervorgerufen. Die Blutkörperchen sind aber unauffällig und auch normal groß.

 

Die Blutzusammensetzung beim Menschen

Über die Hälfte des Blutes besteht aus dem sogenannten Blutplasma. Darin sind viele verschiedene Stoffe gelöst, so etwa Hormone, verschiedene Botenstoffe oder auch Nährstoffe wie Proteine, Zucker und Salze. Mit dem Blutkreislauf gelangen diese Stoffe in alle Körperregionen und versorgen alle wichtigen Gewebe und Körperorgane.

Die andere Hälfte des Blutes besteht aus Zellen. Gemessen wird dieser Anteil durch den sogenannten Hämatokrit-Wert. Dabei können die Zellen im Blut in drei große Gruppen klassifiziert werden:

  1. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Sie gehören zum Körperabwehrsystem und schützen den Organismus vor Infektionen.
  1. Blutplättchen (Thrombozyten): Sie sind an der Blutstillung mitbeteiligt.
  1. Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): Sie übernehmen im Körper den Sauerstofftransport und den Kohlendioxidtransport. Die Erythrozyten machen den überwiegenden Teil der Blutzellen aus.

Unverzichtbar wichtig für die Aufgabe der roten Blutkörperchen ist das Hämoglobin, ein Molekül, das sich in den roten Blutkörperchen befindet und für die charakteristische Rotfärbung des Blutes verantwortlich ist.

Im ICD-10, dem internationalen Krankheitsverzeichnis, findet sich die Anämie im Kapitel „Aplastische und sonstige Anämien“ unter der Nummer D64.9.

 

 

Symptome: Woran erkennt man eine Hämoglobin-Anämie?

Eine Anämie hat viele verschiede Ursachen und ist darüber hinaus auch mit vielen Symptomen verbunden, die nicht immer klar zugeordnet werden können.

Charakteristisch für alle Anämien sind aber Beschwerden, die aus einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff entstehen:

  • Schwindelgefühle
  • Verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Atemnot bei Belastung (bei einer fortgeschrittenen Anämie auch im Ruhezustand)
  • Hautblässe
  • Blasse Erscheinung der Binde- und Schleimhaut
  • Glatte und rote Zunge: Mediziner*innen sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Lackzunge“.

Abhängig von der Art der Blutarmut können noch weitere Symptome hinzukommen:

  • Bei einer Eisenmangelanämie kann es zu brüchigen Nägeln und Haaren kommen, ebenso zu entzündeten Schleimhäuten und Mundwinkeln.
  • Perniziöse Anämie (Vitamin-B12-Mangelanämie): Hierbei kann es zu Gedächtnisstörungen, Zungenbrennen, Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung, Appetitlosigkeit und auch zu Gewichtsverlust kommen.
  • Hämolytische Anämie: Anzeichen einer solchen Blutarmut sind ein Ikterus (Gelbsucht) mit einer Gelbfärbung der Haut sowie des eigentlichen weißen Augenbereiches.
  • Anämie infolge innerer Blutungen: Teerstuhl bzw. Meläna (schwarzer Stuhl) oder rotes Blut im Stuhl bzw. Urin. Auch zu einem niedrigen Blutdruck, einem Kreislaufzusammenbruch oder einer hohen Herzfrequenz kann es kommen.

 

 

Verlauf: Was sind die Gefahren der Hämoglobin-Anämie?

Wird eine Blutarmut bzw. deren Ursachen nicht adäquat behandelt, kommt es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Welche gesundheitlichen Folgen in einem solchen Fall exakt drohen, hängt unter anderem vom Ausmaß der Blutarmut ab.

Schwere Anämien sind grundsätzlich mit größeren Risiken verbunden als leichtere Anämien. Hingegen konnten Forschungsstudien zeigen, dass selbst eine leichte Blutarmut die Gefahr erhöhen kann, nach einer Operation zu versterben.

Die konkreten Folgen einer Anämie hängen in allererster Linie von der Erkrankung ab, die zur Blutarmut geführt hat, denn eine Anämie tritt nicht als eigenständige Krankheit auf. Sie ist also vielmehr eine Folgekomplikation.

Es gibt zahlreiche Krankheiten, die Anämien hervorrufen können. Bei der häufigsten Form der Anämie, der Eisenmangelanämie, klingen die Beschwerden im Allgemeinen ab, wenn der Mangelzustand behoben werden konnte. Ist die Blutarmut nur leicht, sind schwerwiegende Gesundheitsfolgen unwahrscheinlich. Bei einer stark ausgeprägten Eisenmangelanämie kann es hingegen gefährlich werden – vor allem dann, wenn nicht rechtzeitig eine adäquate Therapie erfolgt. Bei älteren Menschen kann es zu Herzbeschwerden und Herzerkrankungen kommen, so etwa:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Angina Pectoris
  • Herzinfarkt

Die zweithäufigste Form der Blutarmut ist die Anämie bei chronischen Krankheiten. So kann es bei Rheuma, Diabetes oder auch bei Krebs zu einer Blutarmut kommen. Wie sie genau verläuft und mit welchen gesundheitlichen Folgen zu rechnen ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Einige dieser Erkrankungen lassen sich jedoch durch eine adäquate medizinische Behandlung sehr gut unter Kontrolle bekommen. In den meisten Fällen geht dann auch die Blutarmut zurück.

Auch andere Formen der Blutarmut können unterschiedliche Folgen nach sich ziehen. So kann eine hämolytische Anämie eine sogenannten hämolytische Krise nach sich ziehen: Hier kommt es zu einem plötzlichen Absterben roter Blutkörperchen. Der Auslöser kann ein Infekt sein. Eine hämolytische Krise kann unter Umständen aber auch eine Reaktion auf eine Bluttransfusion sein. Sie macht sich bemerkbar durch Symptome wie:

  • schnell sinkenden Blutdruck
  • bräunlichen Urin
  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • Gelbe Färbung der Haut
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen

Eine hämolytische Krise kann zu einem Kreislaufschock führen, der lebensgefährlich für die Betroffenen ist. In einem solchen Fall müssen die Patienten umgehend in ein Krankenhaus!

 

 

Ursachen und Risikofaktoren: Wie kommt es zu einer Hämoglobin-Anämie?

Die Ursachen einer Blutarmut können ziemlich breit gefächert sein. Grundsätzlich kann eine Anämie aufgrund bestimmter Gendefekte bereits von Geburt an bestehen oder im Lauf des Lebens entstehen. Wie bereits erwähnt, kann eine Blutarmut auch eine Begleiterscheinung chronischer Erkrankungen sein.

Gemäß ihrem Entstehungsmechanismus können Anämien in folgende Gruppen eingeteilt werden:

Anämie durch eine Störung der Blutbildung

  • Eisenmangelanämie

Durch chronische Blutungen, zum Beispiel infolge sehr langer oder starker Menstruationsblutungen, kann es zu einem Eisenmangel kommen. Ein Eisenmangel kann auch die Folge eines blutenden Magengeschwürs sein, doch auch eine eisenarme (Mangel-)Ernährung kann eine Blutarmut auslösen. Darüber hinaus kann die Eisenaufnahme im Darm beeinträchtigt sein. Auch während der Schwangerschaft und Stillperiode kann eine Anämie häufig auftreten, denn in diesen Lebensphasen ist der Eisenbedarf erhöht.

  • Vitamin-B12-Anämie

Ist die Vitamin-B12-Aufnahme im Organismus gestört, kann es zu einer sogenannten makrozytären hypochromen Anämie kommen. Dieses Vitamin der B-Komplex-Gruppe spielt eine zentrale Rolle bei der Zellneubildung sowie beim Aminosäuren-Stoffwechsel. Eine chronische Magenschleimhautentzündung oder eine Zöliakie kann unter anderem der Auslöser dieser Mangelerscheinung sein.

Die sogenannte perniziöse Anämie ist eine Sonderform der Vitamin-B12-Mangelanämie: Eine Teilentfernung des Magens, eine Magenschleimhautschädigung oder ein Wurmbefall des Darms können zu einer perniziösen Anämie führen.

  • Folsäuremangel-Blutarmut

Eine einseitige Ernährungsweise oder ein Alkoholmissbrauch kann zu einem Folsäuremangel im Organismus und somit zu einer makrozytären, hyperchromen Anämie führen. Folsäure ist ein sehr wichtiges Vitamin für die Blutbildung und auch für die Zellteilung.

  • Aplastische Anämie

Eine funktionelle Störung des Knochenmarks kann eine verminderte Bildung von Blutplättchen, weißen und roten Blutkörperchen bewirken.

Bei dieser Funktionsstörung kann es sich zum Beispiel um eine angeborene Krankheit handeln, doch auch eine erworbene Knochenmarksfunktionsstörung – etwa durch Medikamente, Toxine oder bestimmte Infektionserkrankungen – ist möglich.

  • Renale Anämie

Chronische Nierenkrankheiten oder Nierenschäden können zu einer Schwächung der Niere führen. Infolgedessen produzieren die Nieren eine zu geringe Menge des Hormons Erythropoetin: Dieses steht in einem engen Zusammenhang mit der Bildung der Erythrozyten (roten Blutkörperchen): Ein Erythropoetin-Mangel führt also zu einer renalen Blutarmut.

  • Thalassämie

Aufgrund eines Gendefekts ist die Hämoglobin-Bildung gestört und somit auch die Produktion roter Blutkörperchen. Vorhandene rote Blutkörperchen sind verhältnismäßig klein und haben auch eine verkürzte Lebenszeit. Diese Art der Anämie gehört zur Kategorie mikrozytären, hypochromen Anämien.

  • Blutarmut durch andere Krankheiten

Chronische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Auslösern einer Anämie. Doch auch virale Infekte, Krebskrankheiten wie Leukämien, Entzündungen oder Autoimmunkrankheiten können eine Blutarmut verursachen.

Blutarmut während der Schwangerschaft

Viele schwangere Frauen leiden unter einer Blutarmut. In vielen Fällen ist ein Eisenmangel und/oder ein Folsäuremangel der Grund. Werdende Mütter brauchen mehr Nährstoffe als Frauen, die nicht schwanger sind. Wird der Mehrbedarf nicht ordnungsgemäß gedeckt, kann sich das nachteilig auf die Blutbildung auswirken.

Darüber hinaus hält der weibliche Körper in der Schwangerschaft mehr Wasser zurück. Das führt zu einer Blutverdünnung, sodass mit jedem Liter Blut weniger Erythrozyten – und somit weniger Sauerstoff – durch den Organismus transportiert werden.

In der Regel können schwangere Frauen den Eisenmehrbedarf durch eine eisenreiche Ernährungsweise decken. Besteht ein akuter Mangel, wird im Allgemeinen ein entsprechendes Eisenpräparat verordnet, um eine Eisenmangelanämie rechtzeitig zu verhindern, denn diese kann nicht nur für die schwangere Frau, sondern auch für das ungeborene Baby zur Gefahr werden. Eine stark ausgeprägte Eisenmangelanämie erhöht die Gefahr einer Frühgeburt oder eines niedrigen Geburtsgewichts des Kindes.

Auch ein Folsäuremangel kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Baby wie etwa einem offenen Rücken (Spina bifida) führen. Um einen solchen Folsäuremangel und eine Folsäuremangel-Anämie zu vermeiden, werden entsprechende Folsäure-Präparate eingenommen.

Blutarmut durch starken Blutverlust

Verletzungen innerer oder auch äußerer Art können einen starken Blutverlust und somit auch eine Blutarmut nach sich ziehen. Kommt es bei einem Unfall beispielsweise zu einem massiven Blutverlust, so kann eine Anämie entstehen, doch auch andere Blutungsquellen sind von Bedeutung: Hierzu gehört zum Beispiel ein blutendes, nicht erkanntes Magengeschwür oder auch Hämorrhoiden.

Anämie durch einen gesteigerten Abbau roter Blutkörperchen

Erythrozyten leben rund 120 Tage, anschließend baut der menschliche Körper sie ab. Im Fall einer hämolytischen Anämie (griech. haíma = Blut, lýsis = Auflösung) werden Erythrozyten zu früh abgebaut. Ihre Lebensdauer beträgt in einem solchen Fall nur noch weniger als 100 Tage. Gleichzeitig bildet das Knochenmark nicht mehr ausreichend Erythrozyten, um den Verlust auszugleichen.

Viele Krankheiten können darüber hinaus dazu führen, dass Erythrozyten frühzeitig zerstört werden. Mögliche Ursachen einer hämolytischen Anämie:

  • Autoimmunkrankheiten

Körpereigene Antikörper richten sich gegen die Erythrozyten und zerstören diese.

  • Infektionen (zum Beispiel Malaria)

Malaria-Erreger vermehren sich in den Erythrozyten und zerstören diese letztlich.

  • Schwermetallvergiftungen

Vergiftungen durch Schwermetalle wie Kupfer oder Blei zerstören die roten Blutkörperchen direkt und hemmen auch die Proteine, die für die Erythrozyt-Neubildung von Bedeutung sind.

  • Hindernisse in den Blutgefäßen

Durch verschiedene Hindernisse in den Gefäßen können die Blutgefäße geschädigt werden.

  • Erbkrankheiten

Angeborene Gendefekte führen beispielsweise dazu, dass verformte rote Blutkörperchen gebildet werden. Da diese ein sichelförmiges Aussehen haben, ist die Rede von einer sogenannten „Sichelzellanämie“, einer „Thalassämie“ oder einer „Mittelmeeranämie“: Die fehlgebildeten Erythrozyten sind nicht so elastisch wie normale rote Blutkörperchen und zerplatzen auch schneller.

Blutarmut aufgrund einer Verteilungsstörung

Eine solche Art der Anämie resultiert beispielsweise, wenn sich in einer stark vergrößerten Milz zu viel Blut ansammelt, es aber gleichzeitig in anderen Körperbereichen an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) mangelt.

 

 

Therapie: Was wird gegen Hämoglobin-Anämie verwendet?

Die konkrete Behandlung richtet sich zum einen nach den Ursachen der Blutarmut und zum anderen nach der Schwere der Anämie.

  • Liegt etwa ein Eisen-, ein Vitamin-B12- oder ein Folsäuremangel vor, so muss der Mangel mit entsprechenden Präparaten wieder ausgeglichen werden, so etwa mit Eisentabletten.

Solche Präparate sollten aber niemals ohne ärztliche Verordnung eingenommen werden, insbesondere keine Eisenpräparate.

  • Hat eine Mangelernährung zu einem Folsäure- oder Eisenmangel geführt, so sollte das tägliche Essverhalten angepasst werden, um eine Anämie zu vermeiden.
  • Wenn die Anämie die Konsequenz eines starken Blutverlusts ist, muss zunächst diese Blutung schnellstmöglich gestoppt werden. Ein Magengeschwür, das blutet, muss beispielsweise im Rahmen einer Operation adäquat versorgt werden. Ist der Blutverlust zu groß, müssen die Betroffenen sogar eine Bluttransfusion mit einem Erythrozyten-Konzentrat erhalten.
  • Nierenkranke Patientinnen und Patienten bekommen in der Regel Erythropoietin, um den Mangel an dem blutbildenden Hormon wieder ausgleichen zu können.
  • In schweren Fällen einer hämolytischen Anämie kann eine Milzentfernung erforderlich sein, denn dieses Organ ist für den Erythrozyten-Abbau zuständig.
  • Im Fall einer schweren angeborenen Form der Anämie – wie zum Beispiel einer Sichelzellanämie – kann eine Stammzelltransplantation therapeutisch zum Einsatz kommen.

 

 

Das können Sie selbst tun bei Hämoglobin-Anämie

Damit Betroffene einigen Formen der Blutarmut vorbeugen können, ist es wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Besonders wichtig sind hier Lebensmittel, die ausreichend Folsäure enthalten. Hierzu zählen zum Beispiel Spinat, Bohnen, Leber, Spargel oder Weißkohl. Gerade werdende Mütter sollten einen besonderen Fokus auf die tägliche Ernährung setzen und auch Folsäurepräparate einnehmen.

Nicht nur Folsäure ist von besonders großer Bedeutung, sondern auch Vitamin B12. Dieses wichtige Vitamin steckt vor allem in Eiern, Milchprodukten, Fisch oder Fleisch.

Wichtig ist auch, auf eine ausreichende Eisenzufuhr zu achten. Gerade bei Frauen, die eine besonders starke und lang dauernde Menstruation haben, gehen oft erhebliche Mengen des Spurenelements verloren. Sie sind besonders gefährdet, eine Eisenmangel-Anämie zu erleiden. Auch Sportler sind für einen Eisenmangel anfällig, da über das vermehrte Schwitzen Eisen ausgeschieden wird. Auf dem Speiseplan sollten deshalb Lebensmittel wie rotes Fleisch, Leber, Petersilie, Hülsenfrüchte, Sesam, Vollkorngetreide und Nüssen stehen, die besonders viel Eisen enthalten.

Um eine optimale Eisenaufnahme zu gewährleisten, sollten zusätzlich Lebensmittel mit Vitamin-C kombiniert werden. Verwenden Sie zum Beispiel etwas Zitronensaft in einer Vinaigrette oder trinken Sie Orangensaft zu dem Fleischgericht. So kann einer Eisenmangel-Anämie vorgebeugt werden.


 

Quellen

https://flexikon.doccheck.com/de/An%C3%A4mie
https://deximed.de/home/klinische-themen/paediatrie/patienteninformationen/blut-und-lymphe/anaemie-blutarmut-bei-kindern
https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/bluterkrankungen/an%C3%A4mie/%C3%BCberblick-%C3%BCber-an%C3%A4mie
https://www.blutspendedienst.com/blutspende/tipps-vor-der-blutspende/haemoglobin-eisenmangel
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